Bernhard Schneider

die geburt des blogs aus dem geist des schmierzettels

SubEthaEdit 5 – freier Open-Source-Texteditor für macOS

Wenn man sich auf die Suche nach Texteditoren für macOS begibt, werden üblicherweise BBEdit (der Klassiker) oder Atom vorgeschlagen.
In meinen Augen ist der seit 2018 frei erhältliche kollaborative Texteditor SubEthaEdit hier eine gute Open-Source-Alternative – nicht nur aufgrund der "Per-Anhalter"-Referenz.

SubEthaEdit

Kategorie: Sonstiges
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Julia Bünnagel: Sounds Like… Vienna

"Sound performances in public space – an urban soundtrack for Vienna. Julia Bünnagel creates concrete records from molds of sidewalks and street surfaces in Vienna’s urban space. The Cologne artist brings Viennese architecture to life in her DJ set (turntablism). The turntable’s needle reads the architectural texture. The cast surfaces of the streets that are inscribed on the records mix with the sounds of the city during the performances SOUNDS LIKE… VIENNA. – flooding the square – an architecture rave for Vienna."
(via Gruenrekorder)

Vinyl erhältlich hier

Kategorie: Browserverlauf
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Lego Street Art in Innsbruck

Dieses Stück klebt in der Unterführung "Olympiaworld - Kreisverkehr", es gibt aber noch viele weitere in der Stadt.

Lego Street Art Innsbruck
Kategorie: Sonstiges
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DJ Earl: Bass + Funk & Soul (Moveltraxx)

Ungeschliffen und energetisch – vielleicht liegt es ja an den geschlossenen Clubs, dass mein innerer Tänzer durch das aktuelle (und instant-klassische) Album von DJ Earl dermaßen gechannelt wird.

DJ Earl – Bass + Funk & Soul bei Bandcamp
Kategorie: Wiedergabeliste
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Das Virus als »soziale Konstruktion«

Kluger Kommentar des Historikers (und insbesondere ob seiner Foucault-Expertise bekannten) Philipp Sarasin über die soziale Konstruktion des Corona-Virus.

Kommentar in der "Geschichte der Gegenwart"
Kategorie: Browserverlauf
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Idyllic Noise Records

Auch auf die Gefahr hin, dass ich das Gewicht des neuen Blogs zu sehr auf Musik lege, weise ich an dieser Stelle gerne auf meine Freund:innen von Idyllic Noise Records und ihre aktuellen Veröffentlichungen hin. Üblicherweise bin ich im Mai immer noch damit beschäftigt, die musikalischen Eindrücke des artacts-Festivals in St. Johann zu verarbeiten. Die vorübergehende Leerstelle, die die Verschiebung der diesjährigen Auflage in den Septembers hinterlassen hat, lässt sich aktuell mit drei Mitschnitten füllen – löblicherweise auch die ersten Releases von Idyllic Noise, die auf Vinyl erschienen sind.

free music st johann – 40:32 (2020, IDNO 0011)
Dikeman / Malfon / Bauer / Narvesen – live at artacts'19 (2021, IDNO 0012)
Mcphee /Edwards – Tell me how long has Trane been gone (For James Baldwin and John Coltrane) (2021, IDNO 0013)

IDNO Idyllic Noise Records
Kategorie: Wiedergabeliste
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Constance Derby (1939-2021) plays the Sonic Steel Space Bass

Kategorie: Browserverlauf
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Fatoni & Edgar Wasser: Delirium (LOL Records)

Nach "Nocebo" (2012) erscheint mit "Delirium" heute das zweite gemeinsame Album von Fatoni und Edgar Wasser.

Fatoni & Edgar Wasser
Kategorie: Wiedergabeliste
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Yuko Araki: Live at Forestlimit Tokyo 6 March 2021

Eigentlich wollte ich auf das außerordentliche neue Album "End of Trilogy" der japanischen Künstlerin Yuko Araki hinweisen (Link unten), da wir aktuell aber alle unter etwas Livemusik-Entzug leiden, teile ich an dieser Stelle stellvertretend einen Livemitschnitt.

Yuko Araki: End of Trilogy (Room 40) – Bandcamp

Kategorie: Wiedergabeliste
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Bloggen als mediale Nicht-Kommunikation

Das abgebildete Zitat (S. 37) stammt aus dem sehr empfehlenswerten "Notizzettel: Denken und Schreiben im 21. Jahrhundert" von Hektor Haarkötter, das soeben im Verlag S. Fischer Wissenschaft erschienen ist.

Darin vertritt Haarkötter unter anderem die These, bei der Anfertigung von Notizzetteln würden als sich um eine Form von "Kommunikat ohne Kommunikation" – also eine Medienpraxis des Nichtkommunizierens – handeln, womit er sich auch gegen die Watzlawicksche stellt, wonach man nicht "nicht kommunizieren" könne.
Zudem würden Notizzettel nicht für die Erinnerung sondern für das Vergessen angefertigt werden.

Notizen als Auto- und Nichtkommunikation, die dem Vergessen dienen – in gewisser Weise auch das Programm dieses Blogs.

Haarkötter 500 Das Buch im Verlag S. Fischer Wissenschaft
Kategorie: Zettelkasten
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Poken

Erinnert sich noch jemand an Poken? Wahrscheinlich nicht, denn eigentlich war das Konzept des Produkts bereits bei seiner Markteinführung längst überholt.
Die Idee war simpel: Hielt man die Handflächen zweier Poken (bei denen es sich im Prinzip um einen USB-Stick mit Funkmodul handelt) aneinander, wurden die IDs der Besitzer:innen ausgetauscht und die damit verbundenen Profile konnten anschließend von der Homepage des Unternehmens heruntergeladen werden.
Hochgejazzt von Vertreter:innen der "Blogosphäre", die auch primärer Adressat der Plastikfiguren waren, hätten die digitalen Visitenkarten ihr analoges Pendant ablösen und "social networking into the real world" bringen sollen – 2009 hat sich dieser Claim noch nicht nach einer Drohung angehört.

Laut Online-Standard vom 10. Oktober 2009 hätten bis dato "[h]öchstens 200 'Early Adopters' … bereits etwa 15 Euro in eines der Poken-Modelle investiert." Ich war einer davon und somit beläuft sich jede meiner Nutzungen auf runde fünf Euro.

Die Homepage des Service ist heute nicht mehr erreichbar und der Twitteraccount (@doyoupoken) weist keine Einträge nach September 2009 auf.

"Gadget mit Flirtfaktor", Artikel im Online-Standard Poken Bild
Kategorie: Staubwedel
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Manslaughter777: World Vision Perfect Harmony (Thrill Jockey)

Bereits der zweite Eintrag in dieser Kategorie zeigt die Schwierigkeiten des Vorhabens, jedem Album nur ein Genre-Schlagwort zuzuweisen. Von pochenden brainfeederesquen Beats (No Man Curse) bis hin zur Amen Break-Reminiszenz an die UK-90er (ARC) bietet die acht Stücke umfassende LP World Vision Perfect Harmony von Manslaughter777 alles, was sich übersaturiert und scheppernd interpretieren lässt.

Manslaughter777 auf Bandcamp

Kategorie: Wiedergabeliste
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Modeselektor presents: Work – ARTE Concert

Wie in der letzten Ausgabe der Spielhaltungen besprochen, halte ich Extended für das bis dato beste Album von Modeselektor – gerade wegen seines skizzen- und mixtapehaften Charakters.
Wer den unausweichlichen Bewegungsdrang externalisieren möchte, den die tanzflächengeschulte Präzision Modeselektors auslöst, kann dies nun mit der ca. einstündigen Performance des Tänzers Corey Scott-Gilbert.

Kategorie: Browserverlauf
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Spielhaltungen April 2021: On being someone else

Sonntag 25. April 2021, 23:00-01:00, freirad.at

1. Thomas Fehlmann: Umarmt, Böser Herbst [Kompakt]
2. Modeselektor: Lockdown, Extended [Monkeytown Records]
3. Carl Stone: Saaris, Stolen Car [Unseen Worlds]
4. Carl Stone: Saaris, Au Jus [Unseen Worlds]
5. Endlings: In us confide, Human Form [Endlings]
6. Ian Chambers: Secrets of Orford Ness [Flaming Pines]
7. Thomas Fehlmann: Karnickel, Böser Herbst [Kompakt]
8. Free Music St. Johann: 40:32 (I-III) [Idyllic Noise]
9. Emeka Ogboh: Everydaywehustlin, Beyond the yellow Haze [A-Ton]
10. Slugabed: The tiny Man is here, We have the Window open at Night [Activia Benz]
11. William Basinski: Please, this Shit has got to stop, Lamentations [Musex International]

Homepage Freirad
Kategorie: Spielhaltungen
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Spielhaltungen Mai 2021: Nature versus Nurture

Sonntag 30. Mai 2021, 23:00-01:00, freirad.at

1. Lauren Sarah Hayes: Don't Glitch on my Cascade [Superpang] 06:22
2. Lauren Sarah Hayes: Kill The cop in your Head [Superpang] 04:04
3. Ripatti: Motherfuckyou, Fun is not a straight Line [Planet Mu]
4. Ripatti: Speedmemories, Fun is not a straight Line [Planet Mu]
5. Manslaughter 777: ARC, World Vision Perfect Harmony [Thrill Jockey]
6. Terminal 11: Breathing Room, Eyes Pressed Against the Glass [Opal Tapes]
7. Terminal 11: Spirals, Eyes Pressed Against the Glass [Opal Tapes]
8. Yuko Araki: Exhalation, End of Trilogy [Room40]
9. Abby Lee Tee: Hausberg IV: Hausberg IV-V [Never Anything Records]
10. Abby Lee Tee: Hausberg V: Hausberg IV-V [Never Anything Records]
11. Stardust by Faith Coloccia & Philip Jeck: Mycorrhizae [Touch Music]
12. Stardust by Faith Coloccia & Philip Jeck: Sun [Touch Music]
13. Magda Drozd: Vertical Misunderstanding, 18 Floors [Präsens Editionen]
14. Vladislav Delay: Rakkn, Rakka II [Warp]
15. Vladislav Delay: Raaa, Rakka II [Warp]
16. Daniel Bachman: Deep Adaptation, Axacan [Three Lobed Recordings]
17. Daniel Bachman: Transmutation, Axacan [Three Lobed Recordings]
18. Claire Rousay: It is just, A collection [Mended Dreams Records]
19. Claire Rousay: So Much More Difficult, A collection [Mended Dreams Records]

Homepage Freirad
Kategorie: Spielhaltungen
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Witch Camp (Ghana): I've forgotten now who I used to be (Six Degrees Records)

Zugegeben: »Wiedergabeliste« mag nicht der kreativste Name für eine Kategorie von Artikeln sein. Nachdem ich dort jedoch vor allem besondere musikalische Eindrücke ohne großes Elaborat festhalten und vorstellen möchte, erscheint mir die Betitelung im Augenblick jedoch zumindest zweckmäßig genug zu sein.
Ferner werde ich noch jedem hier vorgestellten Album, Titel, allen an dieser Stelle präsentierten Künstler:innen ein (!) Tag zuweisen, welches mittelfristig eine Sortierung nach Genres möglich machen soll – etwaige Unschärfen und fehlende (Sub-)Genre-Grundbildung möge man mir bitte Verzeihen (laut Spotify-Jahresrückblick soll ich vergangenes Jahr 624 Genres gehört haben – soviel dazu).

Wenngleich zunächst als blinder Fleck, begleitet die zeitgenössische Obsession mit Fragen der Authentizität und dem Wunsch nach ungetrübter Erfahrung die Ethnomusikologie seit ihrer Begründung und äußerte sich vor allem dann von ihrer fatalen Seite, wenn "das Andre" oder "das Fremde" erst durch westliche Forscher:innen im Prozess der Erforschung nicht-westlicher musikalischer Ausdrucksformen konstruiert wurde.

Sich dessen gewahr, nutzt Produzent und Grammy-Gewinner Ian Brennan das ethnomusikalische Feldforschungsmittel der "Field Recordings", um auf die prekäre Situation marginalisierter Gruppen hinzuweisen.
Nach dem erfolgreichen <em>Zomba Prison Project<em> richtet Brennan seine Aufnahmegeräte nun auf drei ghanaische Hexendörfer, die der Hexerei bezichtigen Frauen Zuflucht vor ihrer brutalen Verfolgung bieten – zum Preis ihrer Identität. Eine eindrucksvolle Sammlung spontaner perkussiver Stücke und Gesänge, lokaler Dialekte und Mantras.

Das Album ist auf Six Degrees Records erschienen und kann hier bezogen werden Interview mit Ian Brennan auf Afropop Worldwide
Kategorie: Wiedergabeliste
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